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Facebookmarketing

Facebook Marketing

Facebook Marketing

Mit bald 800 Mio. aktiven Usern weltweit bildet Facebook einen Marktplatz für den Austausch von Informationen, Meinungen und Botschaften, den kaum ein Unternehmen ignorieren kann. Tipps, wie Sie Facebook für Ihr Marketing einsetzen können.

Social Networks dominieren seit einigen Jahren die Social-Media-Landschaft. Nicht wenige Marketingfachleute setzen Social Networks heute gar mit Social Media gleich, die anderen Formen (Blogs, Mikroblogs, Social Bookmarking etc.) werden lediglich als Ergänzung zu Social-Network-Aktivitäten aufgefasst.

Wettkampf der Social-Network-Giganten

Da die Zahl der aktiven Nutzer höchst bedeutsam ist für den Wert, den Nutzen und die Attraktivität des jeweiligen Netzwerks, buhlen die Social Networks um User. International besonders relevant ist der Wettstreit zwischen Facebook, der trotz der andauernden Kritik an der Datenschutz-Politik der Plattform anhält, und dem verstärkt um die Sympathien der Nutzer werbenden Google+.

Die Entwicklung von Facebook ist beachtenswert. Nachdem 2008 die Marke von 100 Mio. Nutzern durchbrochen wurde, konnte Gallionsfigur Mark Zuckerberg im Schnitt alle sechs Monate eine um weitere 100 Mio. Nutzer angewachsene Facebook-Community bekanntgeben. Im Februar 2012 dürfte Facebook 800 Mio. Nutzer erreicht haben.

Der Facebook Siegeszug

Die in die Facebook-Plattform integrierte Möglichkeit für externe Anbieter, eigene Applikationen (Apps) für Facebook zu entwickeln und den Nutzern anzubieten, dürfte ein wichtiger Schachzug von Facebook gewesen sein. Die Programme kosten Facebook nichts, binden aber Unternehmen an Facebook und erhöhen die Attraktivität der Social-Network-Plattform.

Der zweite Streich war die 2008 eingeführte Applikation „Facebook Connect“ und dessen Nachfolger „Open Graph Protocol“ im Jahr 2010: Facebook-User können sich auf anderen Websites „mit Facebook anmelden“, ohne sich dort registrieren zu müssen. Open Graphs erlaubt anderen Websites zudem das Einbinden von Facebook-Elementen (Social Plug-ins).

Facebook: Spinne im Social Netz

Da mittlerweile mehrere Hunderttausend Websitebetreiber Apps für Facebook erstellen und etwa 2 Mio. Websites die Social Plug-ins einsetzen, entstand ein weltweites Social-Media-Netz unter Einschluss von Unternehmen und Institutionen, in dessen Mitte Facebook sitzt.

Unternehmensseiten und die in beliebiger Anzahl erstellbaren Niederlassungs-, Marken- und Produktpages bieten Unternehmen erstklassige Möglichkeiten zur gezielten Interaktion mit der anvisierten Zielgruppe. Facebook bietet dem Corporate Marketing hierbei zunehmend attraktive Gestaltungselemente.

Pages: Schritt 1 im Facebook Marketing

So kann der Facebook-Marketer eine Willkommensseite einrichten, die Nutzern so lange angezeigt wird, bis sie den „Gefällt mir“-Button geklickt und damit zugleich den Stream des Unternehmens abonniert haben. API´s ermöglichen die effiziente Verbindung beispielsweise zum Corporate Blog, sodass kurze Hinweise auf neue Blogbeiträge automatisch an der Pinnwand erscheinen.

Facebook bietet dem Marketing diverse Statistiken, etwa über die Anzahl der bestehenden und der neu hinzugekommenen Fans sowie über deren Aktivitäten. Für das Marketing-Controlling nicht uninteressant dürften zudem die demografischen Daten über die Besucher des Unternehmens sein.

Erst säen, dann ernten

Interessante Beiträge, die auf den Pages erscheinen, verbreiten sich über die Nutzer schnell viral. Auch für Facebook Pages gilt: Zuerst dem User einen Nutzen bieten. Das kann eine Vorab-Information sein, die sonst noch nirgendwo veröffentlicht wurde, oder interessante Hintergrund-Informationen zu einer Veranstaltung.

Wer eine angeregte Interaktion in Gang bringt, gewinnt schnell neue Besucher. Denn alle vom Nutzer auf der Page geschriebenen Beiträge erscheinen auch auf dessen persönlicher Seite. So werden dessen Freunde auf die Facebook Page des Unternehmens aufmerksam.

URLs besetzen

Auch die URL der Fan Page ist für das Marketing gestaltbar. Sobald die Page 25 Fans zählt, kann der Facebook-Marketer eine unter marketingstrategischen Gesichtspunkten sinnvolle Internetadresse bestimmen, unter der die Page künftig erreichbar ist.

Dies kann der Firmenname sein (z. B. www.facebook.com/iobusiness), eine Marke (z. B. www.facebook.com/Wolf.Managementberatung) oder ein Themenbezug (z. B. www.facebook.com/onlinemarketing.webdesign). Da die jeweilige URL – ähnlich wie bei Top-Level-Domains – nur einmal vergeben wird, sollten Marketingverantwortliche nicht zögern, wichtige Bezeichnungen, Begriffe und Keywords zu besetzen, bevor es der Wettbewerb tut.

Facebook Applications: Der zweite Schritt

Weitere Marketing-Möglichkeiten bieten sich in der Erstellung der bereits angesprochenen Apps für Facebook. Apps von Unternehmen können sich auch bei begrenztem Budget durchaus lohnen: Ein Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche verloste kürzlich leckere Gewinne unter allen, die ein Foto von sich auf Facebook veröffentlichen, auf dem sie herzhaft in ein Produkt dieser Firma beißen. Ein Reiseportal bietet eine App, mit der die User Freunden zeigen können, wo sie schon überall im Urlaub waren.

Solche Apps bescheren den Usern viel Spaß – und dem Unternehmen ein paar tausend Fans und Kundenadressen, die sich für Newsletter und E-Mail-Marketing verwenden lassen. Worauf bei den Apps zu achten ist, erfahren Sie in unserem Beitrag im Twago-Magazin. Unsere Leser finden ihn zum Gratis-Download hier: Onlinemarketing mit Facebook.

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